Neu in meinem Kochbuchregal

In den letzten Monaten hat sich meine Kochbuch-Sammlung um einige interessante und von mir heiß geliebte Exemplare vermehrt. Diese Kochbücher möchte ich euch gerne vorstellen und euch ein paar Bilder daraus zeigen.

Natürlich bin ich als Food Bloggerin immer auf der Suche nach neuen Inspirationen und Ideen. Ich liebe es auch, so wie heute, den ganzen Sonntag Nachmittag damit zu verbringen meine Kochbücher durchzublättern und Neues zu entdecken.

Zu diesem Beitrag inspiriert hat mich die liebe Agnes von Glückstopf. Sie hat vor kurzem auf ihrem Blog einige Kochbücher für die gesunde Küche vorgestellt.

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Immer schon vegan: Traditionelle Rezepte aus aller Welt

Dieses Kochbuch ist mittlerweile schon in der vierten Auflage erschienen und ist somit ein Klassiker unter den veganen Kochbüchern. Mit bis dato 13 veröffentlichten Kochbüchern ist Katharina Seiser hierzulande eine Instanz, was gutes Essen angeht. Auf ihrem Blog esskultur veröffentlicht sie kulinarische Notizen und viele andere interessante Inhalte, wie z.B. Tipps zum Lebensmitteleinkauf in Wien.

Ich ernähre mich selbst nicht ausschließlich vegan, liebäugle aber immer mehr mit dieser Ernährungsform. Katharina Seiser bringt sehr gut auf den Punkt, was auch mein Zugang zur veganen Küche ist:

«Ich bin nach wie vor weder Vegetarierin noch Veganerin. Aber ich bin überzeugt, dass jede Mahlzeit ohne Tiere eine sinnvolle ist, vorausgesetzt, sie schmeckt richtig gut.»

Wie der Titel schon sagt, dreht sich in diesem Kochbuch alles um traditionelle Gerichte, die immer schon rein pflanzlich waren. Es werden also keinerlei Ersatzprodukte oder industriell gefertigte Zutaten verwendet, was mir ausgesprochen sympathisch ist. Die Kapitel sind nach Jahreszeiten geordnet und das spricht mich besonders an, da man so sofort die passenden Gerichte für saisonal verfügbare Zutaten findet. In Katharinas schillernden Beschreibung der einzelnen Geschmacksrichtungen am Anfang des Buchs wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass sich neben süß, sauer, salzig und bitter auch die Geschmacksrichtung umami etabliert hat. „Es bedeutet so viel wie köstlich, würzig, herzhaft, intensiv. Wir alle kennen und mögen umami, obwohl wir es meist nicht so benennen.“ Wieder was dazugelernt.

 

I Quit Sugar: Simplicious

Auf dieses Kochbuch bin ich während eines Yoga Retreats in Portugal gestoßen. Eine der Yoga Trainerinnen hat es mir gezeigt und ich war so begeistert davon, dass ich es mir noch von Portugal aus online bestellt habe. Es gibt noch keine deutsche Version, aber das stört mich überhaupt nicht, denn die Mengenangaben sind mit deutscher Entsprechung ausgewiesen. Die australische Bloggerin Sarah Wilson ist die Autorin von I Quit Sugar: Simplicious und das Buch trägt unverkennbar ihre Handschrift. Mir gefällt die optische Aufbereitung wahnsinnig gut und bei vielen Gerichten läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Essensverschwendung wird in unserer Überflussgesellschaft immer mehr zum Thema. Besonders, wenn man, so wie ich, einen Single-Haushalt hat, besteht immer wieder die Gefahr, dass Lebensmittel verderben, weil die gekaufte Menge zu groß war. In diesem Buch gibt Sarah Wilson unzählige Tipps dazu, wie man Nahrungsmittel haltbar machen, weiterverwerten und auf ungewöhnliche Weise verwenden kann. Man spürt, dass ihr dieses Thema ein persönliches Anliegen ist:

«This book elevates leftovers to the main attraction, saving money, time, nutrients, scraps, energy, pan, washing up and all those random ingredients that usually sit at the back of the pantry after a single use. I don’t start and finish with a recipe. A meal never should. It should keep going and going – a perpetual recipe – the juices, scraps and leftovers all repurposed into further meals.»

Sie hat mich mit ihren Ideen extrem inspiriert. Was ich bisher schon an Tipps in meiner eigenen Küche umgesetzt habe: Granatapfelkerne einfrieren; frisches Obst wie Kiwis oder Mango schälen, in Stücke schneiden und einfrieren (so hat man immer Obst als Topping für ein Porridge oder Müsli zum Frühstück parat); Pestos und Salatdressing in Eiswürfelformen portionieren und einfrieren. Es gibt noch viele weitere alltagstaugliche Möglichkeiten um Essensverschwendung zu vermeiden, und ich werde mich mit Sicherheit noch tiefgehender mit diesem Thema befassen.

 

Deliciously Ella – Für jeden Tag: Einfache Rezepte und köstliches Essen für ein gesundes Leben

Auf die englische Bloggerin Deliciously Ella bin ich durch ein Interview auf einem Podcast gestoßen. Mir bis dahin völlig unbekannt, ist Ella Woodward ein Urgestein der internationalen Food Blogger Szene. Neben ihrem Blog, besitzt Ella auch ihre eigene Restaurantkette, eine App und vieles mehr. Dieses Buch ist ein Plädoyer für vollwertige pflanzliche, gluten- und milchfreie Ernährung. Die Gerichte sind darauf ausgerichtet, dass man sie einfach und schnell im Alltag zubereiten kann.

«Essen soll natürlich nicht nur gesund sein, es muss auch schmecken und leicht zuzubereiten sein, das ist für mich das Allerwichtigste. Dem Körper gesunde Nahrung zuzuführen darf nicht den Tagesablauf durcheinanderbringen und zu einer unüberwindbaren Aufgabe werden. Ich möchte euch zeigen, wie man mit einfachen, natürlichen Zutaten in Minutenschnelle eine großartige Mahlzeit zaubern kann.»

Vor allem Ellas Frühstücksrezepte finde ich super. Ein warmes Porridge in der Früh ist einfach herrlich! Früher habe ich immer gedacht, dass mir das zu aufwendig ist und zu lange dauert, denn unter der Woche zählt bei mir am Morgen jede Minute. Ella hat mir die Scheu davor genommen, und zwar so:

«Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, dass ihr für so ein Frühstück keine Zeit habt, weil ihr morgens immer schnell aus dem Haus müsst. Aber ich verrate euch ein Geheimnis: Es geht. Ich habe das Buch extra für Leute geschrieben, die wenig Zeit haben. Fast kein Rezept in diesem Kapitel braucht mehr als zehn Minuten, oder das Frühstück wird schon am Abend vorher zubereitet, so dass man es morgens gleich essen kann. […] Außerdem, was euch das Leben zusätzlich erleichtert: Ihr könnt gleich mehrere Portionen zubereiten, das heißt, ihr müsst nur zweimal pro Woche Frühstück machen und habt im Kühlschrank morgens immer etwas griffbereit!»

 

Meze ohne Grenzen: Rezepte, Geschichten, Menschen

Dieses Kochbuch wurde mir freundlicherweise vom Rotpunktverlag zur Verfügung gestellt.

Auf ihren Reisen in die Länder rund um das östliche Mittelmeer hat Gabi Kopp in viele Kochtöpfe geschaut und mit Menschen verschiedenster Herkunft über ihre Küche gesprochen. Meze sind kleine, kalte oder warme Gerichte, die in mehreren Gängen hintereinander oder als Tafel serviert werden. Gabi Kopp beschreibt das Konzept Meze sehr schön und treffend:

«Es geht um das Zusammensein, das Teilen und um frische, gute Produkte. Meze ist der Geschmack im Gaumen und die Freude für das Auge. Meze ist Leben, da, wo man entspannt genießt und die Probleme an den Nagel hängt. Verbunden ist die Meze-Kultur mit Musik und Poesie, mit Natur und Meer, mit Leid und Fröhlichkeit, mit Witz und Widerstand, mit humanistischem, sozialem und tolerantem Gedankengut.»

Anstelle von Fotos von den Gerichten, findet man in diesem Kochbuch wunderschön Illustrationen der Zutaten und Speisen, die die Autorin selbst gezeichnet hat. Das macht das Buch zu etwas ganz besonderem. Außerdem ist es nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Lesebuch, denn Gabi Kopp hat auch Porträts von Köchinnen und Köchen, die die Meze-Kultur zelebrieren, niedergeschrieben.

Die Kapitel sind nach vegetarischen Meze, Fisch- und Fleisch-Meze und Süßspeisen geordnet. Zwischendurch findet man auch immer wieder Texte zur Warenkunde. Besonder gut gefällt mir Gabi Kopps Empfehlung für die Auswahl der Gerichte:

«Lassen Sie sich von den Bildern inspirieren und wählen Sie da, wo Ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft. Das ist die beste Voraussetzung für ein gutes Gelingen. Als Hilfe: Achten Sie bei der Zusammenstellung auf Abwechslung und Ausgewogenheit. Ein Salat, ein Gemüsegericht, ein, zwei Pürees mit Hülsenfrüchten, Joghurt oder Käse, etwas im Teig Gebackenes, nach Wunsch ein Fisch-, Meeresfrüchte- und Fleisch-Mezze und etwas Süßes danach – auch wenn es nur eine hübsch aufgeschnittene Frucht ist.»

 

Das waren meine vier neuen Lieblingskochbücher. Ich hoffe, dass ich euch damit inspirieren konnte und die ein oder andere Empfehlung für euch dabei war. Hinterlasst mir sehr gerne einen Kommentar mit euren liebsten Kochbüchern, denn meine Sammlung wächst ständig weiter 🙂

 

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