Bunte Buddha Bowls liegen voll im Trend, doch was ist das eigentlich genau und wie gesund ist dieser Food Trend aus ayurvedischer Sicht?

Buddha Bowl, Lunch Bowl, Super Bowl – das sind bunte, prall gefüllte Schüsseln mit allerlei gesundem Essen. Prinzipiell solltest du beim Essen darauf achten, was dir gut tut und deinem Körper Energie gibt, und nicht was gerade auf Instagram gehypt wird – das versteht sich eigentlich von selbst. Farbenfrohe Buddha Bowls sind natürlich sehr hübsch anzusehen, doch es geht um die richtige Kombination von Geschmäckern und Nährstoffen. Oft sind die Bowls leider mehr Schein als Sein und nur die bunten Farben alleine machen sie noch nicht nachahmenswert. Deshalb solltest du folgende Grundprinzipien beachten, wenn du dir selbst eine Buddha Bowl zusammenstellst:

Deine Buddha Bowl sollte alle Nährstoffe enthalten, die der Körper braucht.

  • Kohlenhydrate (25%): Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Getreide (z.B. Gerste, Hirse), Pseudogetreide (z.B. Quinoa)
  • Proteine (25%): Kichererbsen (z.B. in Form von Hummus), Bohnen, Linsen, Edamame, Samen, Tofu
  • Frisches Gemüse und Obst (40%): Spargel, Salat, Spinat, Kraut, Kräuter, Sprossen, Radieschen, Zucchini, Karotten, Tomaten etc.
  • Gesunde Fette (10%): Samen, Nüsse, Avocado, Mandelmus, Tahinidressing, Sesamöl, Olivenöl

Abgesehen von der Ausgewogenheit der Nährstoffe, wird im Ayurveda auch immer auf die Balance der Geschmacksrichtungen geachtet. Auch in einer Buddha Bowl sollten immer alle sechs Geschmäcker (süß, sauer, salzig, bitter, herb und scharf) vertreten sein. Dahinter steckt, dass eine Mahlzeit, die alle diese Geschmacksrichtungen vereint, Heißhungerattacken vermeiden kann und dir dabei hilft, unnötige Zwischenmahlzeiten auszulassen.

Damit deine Bowl nicht fad schmeckt, musst du sie natürlich ordentlich würzen. Du kannst zum Beispiel deinen Quinoa oder Reis mit ein bisschen Kurkuma und Zitronensaft kochen, dann schmeckt es gleich interessanter. Gewürfeltes Gemüse oder Süßkartoffeln schiebst du am besten mit einer würzigen Mischung aus Paprikapulver, gemahlenem Kreuzkümmel & Koriander ins Rohr. Und gekrönt wird deine Schüssel mit einem leckeren Dip, vielleicht aus Avocado, Cashews, Limettensaft & frischem Koriander.

Der Ursprung der Buddha Bowls liegt übrigens im Zen-Buddhismus. Genau wie im Ayurveda, wird auch bei dieser Geisteshaltung großer Wert darauf gelegt, dass die Nahrung vorwiegend aus regionalen und saisonalen Produkten besteht und mit Achtsamkeit und Wertschätzung gegessen wird. In buddhistischen Klöstern nehmen die Mönche gemeinsam schweigend ihre Mahlzeit ein und die große Schüssel, aus der jeder Mönch isst, nennt sich Buddha Bowl. Sie symbolisiert den Kopf und die Weisheit Buddhas. Der Name ist also tatsächlich nicht erfunden, sonder entspringt einer alten meditativen Tradition.

Die Zubereitung einer Bowl ist denkbar leicht und man braucht dafür keine großartigen Zauberkünste in der Küche. Die Buddha Bowls eignen sich auch hervorragend um Reste zu verwerten. Quinoa lässt sich etwa wunderbar vorkochen und hält sich problemlos einige Tage im Kühlschrank. Ein bisschen Gemüse schnibbeln und mit leckeren Gewürzen im Ofen rösten. Frisches Gemüse und Nüsse dazu, ein feines Dressing zusammenrühren und schon ist deine Bowl fertig!

Food-Trend hin oder her – ich bin auf jeden Fall ein bekennender Fan von Buddha Bowls, weil man sie so herrlich vielfältig und abwechslungsreich zubereiten kann. Wenn mir mal nicht recht etwas einfallen will, was ich kochen könnte, dann suche ich mir einfach in meinem Kühlschrank und Vorratsschrank alles zusammen, worauf ich Lust habe und zaubere mir daraus eine bunte, nahrhafte Schüssel.

Buddha Bowl Ayurveda
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