Kitchari ist ein Eintopf aus Reis, Linsen und Gemüse und ist eines der bekanntesten ayurvedischen Gerichte. Warum auch du dir unbedingt ab und zu ein Kitchari kochen solltest, werde ich dir nun verraten.

Kitchari ist ein Gericht mit heilender und entgiftender Wirkung. Man kann es eigentlich zu jeder Tageszeit essen, am besten jedoch zum Frühstück oder Mittagessen. Aufgrund seiner wohltuenden und ausleitenden Wirkung, wird es auch sehr gerne für Fastenkuren verwendet. Während einer ayurvedischen Kur, isst man Kitchari oft auch drei mal täglich. Durch die enthaltenen Gewürze wird das Verdauungsfeuer angeregt und somit der ganze Stoffwechsel angekurbelt, was den Detox-Effekt des Kitcharis ausmacht. Klassische Kitchari-Gewürze sind Kreuzkümmel, Koriander, Bockshornklee, Kurkuma und frischer Ingwer. Besonders lecker wird der Eintopf, wenn man von Anfang an eine Zimtstange mitkocht.

Kitchari ist deshalb so ein wertvolles Gericht, weil es über eine optimale Zusammensetzung von Nährstoffen verfügt. 1/3 Kohlenhydrate (z.B. Reis oder ein anderes Getreide), 1/3 Gemüse, 1/4 Eiweiß (z.B. rote Linsen oder andere Hülsenfrüchte) und ein wenig Fett (z.B. Kokosöl oder Ghee), sowie Gewürze und Kräuter – diese ausgewogene Mischung nährt den Körper ohne ihn zu belasten. Deshalb könnte man eine Kitchari-Diät über Monate oder sogar Jahre ohne Mangelerscheinungen ausüben. Das Gericht ist für alle Konstitutionstypen gleichermaßen geeignet, weil es alle drei Doshas ins Gleichgewicht bringt.

Ich verwende für mein Kitchari besonders gerne rote Linsen, da man sie vor dem Kochen nicht (wie alle anderen Linsensorten) einweichen muss. Um die Linsen bekömmlich zu machen, werden sie im ersten Schritt mit Wasser aufgekocht und der gräuliche Schaum, der dann entsteht, wird mit einem Löffel abgeschöpft. Dieser Schaum enthält die blähenden Stoffe, die unserem Körper zu schaffen machen könnten. In klassischen Kitchari-Rezepten wird auch oft Mung Dhal (geschälte und halbierte Mungbohnen) verwendet. Diese Linsen müssen allerdings unbedingt vor dem Kochen eingeweicht werden (am besten über Nacht).

Bei der Auswahl des Gemüses für mein Kitchari, lasse ich mich am liebsten vom saisonalen Angebot inspirieren. Ideal ist eine Kombination aus Wurzelgemüse (Karotten, Süßkartoffeln, Sellerie, Fenchel etc.), weichen Gemüsesorten, wie Paprika oder Zucchini, und eventuell auch Blattgemüse (Spinat, Mangold).

Statt Reis kann man auch Gerste, Dinkel, Hirse, Buchweizen oder Quinoa verwenden.

Beim Kitchari Kochen kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Spiele einfach mit den Zutaten deiner Wahl und kreiere dein persönliches Wohlfühl-Gericht. Ein Kitchari wirkt einfach immer wohltuend und besänftigt Körper und Geist.

Kitchari Grundrezept für 1 Portion

Zubereitungszeit 30 Minuten

Zutaten

  • 2 EL rote Linsen (gewaschen)
  • 1 kleine Zimtstange
  • 2 EL Basmati Reis (gewaschen)
  • 1 Handvoll klein geschnittenes Gemüse (z.B. Karotten, Paprika, Mangold, Süßkartoffeln, Karfiol)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1/2 – 1 TL Steinsalz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • frische Kräuter (grob gehackt) (z.B. Koriander, Petersilie, Schnittlauch)

Masala (Gewürzmischung)

  • 1 TL Kokosöl
  • 1/2 TL Kreuzkümmel Samen
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Paprika Pulver
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer

Anleitungen

  1. Einen Kochtopf ca. 3 cm hoch mit Wasser füllen und die Linsen darin aufkochen. Die Zimtstange dazugeben. Für 10 Minuten köcheln lassen und den entstehenden grauen Schaum immer wieder abschöpfen.

  2. Den Basmati Reis und das geschnittene Gemüse dazugeben und alles für weitere 15 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren. Wenn nötig, noch etwas Wasser hinzugeben, sodass alles gut bedeckt ist.

  3. In einem kleinen Topf das Kokosöl erhitzen und die Kreuzkümmelsamen darin für ca. 1 Minute anrösten. Die Samen sind fertig geröstet, sobald sie sich dunkel färben und von selbst im heißen Öl bewegen. Nun die restlichen Gewürze dazugeben und kurz weiterrösten. Dann den Ingwer dazugeben und kurz mitbraten. Die fertige Gewürzmischung sofort in den Eintopf geben, gut umrühren und nochmal aufkochen.

  4. Das Kitchari mit Steinsalz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und vor dem Servieren mit gehackten Kräutern bestreuen.

Kitchari Ayurveda genussfreudig
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